Der Schornsteinfeger: Ihr Sicherheits-, Umwelt- und Energieexperte

LIV Schleswig-Holstein

Qualitätshandwerk mit Traditionsbewusstsein.

Ausbildung und Weiterbildung im Handwerk

Stand und Ziele der Berufsausbildung im Schornsteinfegerhandwerk

In der Bundesrepublik Deutschland sind flächendeckend Schulungsstätten eingerichtet worden, um die ordnungsgemäße Schulung aller Berufsangehörigen sicherzustellen. Hierbei wird folgender Aus-, Weiter- und Fortbildungsbedarf abgedeckt:

Berufsschulunterricht für Auszubildende
Der Unterricht erfolgt meistens in Berufsschulen, aber auch in zentralen Schulungsstätten des Handwerks. Er wird durch Fachkräfte der Berufsschulen erteilt, die z. T. auch Berufsangehörige sind. Dazu werden die Auszubildenden aus größeren Regionen zusammengezogen (ca. 480 Stunden/Lehrjahr).

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung
Zur Vervollständigung und Intensivierung der Ausbildung in den Betrieben werden die Auszubildenden in beruflichen Schulungsstätten überbetrieblich unterrichtet (2 Wochen 1. A-Jahr, 3 Wochen 2.+3. A-Jahr).

Vorbereitung auf die Meisterprüfung
Die Vorbereitung auf die Meisterprüfung wird in beruflichen Ausbildungsstätten durchgeführt. Die fachpraktischen und fachtheoretischen Kenntnisse werden in 620 Stunden vermittelt. Die wirtschaftlich-rechtlichen Kenntnisse werden in 220 Stunden und die berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse in 120 Stunden vermittelt. Die Vermittlung erfolgt entweder zusammenhängend oder in Teilabschnitten.

Weiterbildung von Schornsteinfegergesellen und Meistern
Zur Festigung der Kenntnisse und Anpassung an die Entwicklung im Schornsteinfegerhandwerk werden die Mitarbeiter regelmäßig geschult. Die Schulungen erfolgen z. T. auf Landesebene, aber auch in Schulungsstätten der Innungen (ca 5 Tage/Jahr).

Weiterbildung von Bezirksschornsteinfegermeistern
Die Weiterbildung der Bezirksschornsteinfegermeister geht weitgehend von den Innungen aus, diese werden aber auch von den Landesinnungsverbänden unterstützt.
Weiterbildung von Ehrenamtsträgern/Multiplikatoren
Im Rahmen spezieller Arbeitstagungen auf Bundes- und Landesebene erarbeiten die Ehrenamtsträger und Multiplikatoren den erforderlichen Kenntnisstand zur Durchführung ihrer Aufgaben.
Unterstützt durch den Bundesverband werden in den Ländern und Innungen die bestehenden Schulungsstätten dem jeweiligen Stand der Technik und den Aufgaben des Schornsteinfegerhandwerks angepaßt. Soweit erforderlich werden weitere Schulungsstätten geplant und errichtet. Der Schwerpunkt dieser Aktivitäten liegt z. Zt. in den neuen Bundesländern. Im gleichen Umfang werden die Lehrkräfte auf die jeweilige Situation eingestellt und auch durch neue Kräfte ersetzt.

Ausbildungsstätten/Schulen
Die Ausbildungsstätten im Schornsteinfegerhandwerk sind unterschiedlich strukturiert und den jeweiligen regionalen Bedürfnissen angepaßt. Sie reichen von der Schulungsstätte der Innungen bis zu zentralen Landes-Schulungen mit beruflichen Schulungsträgern. Die Ausstattung richtet sich nach dem jeweiligen Schulungsauftrag. Teilweise sind die Schulungsstätten mit Übernachtungsmöglichkeiten (Internate) ausgestattet, um in den Flächenländern den Blockunterricht zu ermöglichen und weite Wege zu vermeiden.

Berufliche Ordnungsmittel
Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Schornsteinfeger / zur Schornsteinfegerin wurde neu erstellt und trat mit dem Ausbildungsrahmenplan, dem Rahmenlehrplan für die Berufsschule und den Rahmenlehrplänen für die überbetriebliche Unterweisung am 1. August 1997 in Kraft. Die Schornsteinfegermeisterverordnung wird zur Zeit in Hinsicht auf die veränderten Anforderungen überarbeitet.





Bundesland: Schleswig-Holstein
- Zentralinnungsverband (ZIV) -

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